Dulsberger Enthüllungen: & weitere Bösartigkeiten ist eine Anthologie von André Dessaules und Thomas Sichelschmied
Im Vorwort heißt es:
Wie kam unser Büchlein zu seinem ungewöhnlichen Namen? Ursprünglich gab es einmal die Beiträge Der Dulsberg muss weg! und Das Geheimnis von Dulsberg für eine Textsammlung zum Thema Dulsberg. Für alle nicht aus Hamburg stammenden: Dieses ist der Name eines Stadtteils, der, und das mag das Besondere an ihm sein, über alles, nur nicht über einen namensstiftenden Berg verfügt. Die Anthologie kam in Buchform leider nie zustande. Schade, wie wir meinten. In uns reifte die Idee, das Geschriebene trotzdem zu veröffentlichen. Und da wir gerade dabei waren (und noch Platz übrig war), haben wir ausgewählte Geschichten und Gedichte dazugelegt, sozusagen als weitere Bösartigkeiten.
Insgesamt 70 Tandems wurden seit dem Projektstart mittlerweile gezählt. Aktuell sind 55 Tandems in Hamburg unterwegs. In Dulsberg sollen es bis Ende 2012 insgesamt 15 Tandems werden.
Doch was sind diese Tandems?
Bei der Bürgerstiftung können sich deutsche Muttersprachler bewerben, um ehrenamtlich Mentor zu werden. Nach einem “Eignungstest” kümmern sie sich erstmal für ein Jahr um ein türkischstämmiges Kind. Mit diesen sollen dann diverse Aktivitäten unternommen werden, um nicht nur die Sprache näher zu bringen, sondern auch die Integration zu beschleunigen. Dabei haben Tandems freie Wahl, was sie machen wollen.
Jetzt hat es auch das Abendblatt erkannt, dass man Dulsberg nicht einfach links liegen lassen kann. Dulsberg ist sicherlich kein In-Viertel und wird es auch nicht werden. Trotzdem hat sich in den letzten Monaten und Jahren einiges getan. Wegen engagierter Einwohner, die etwas auf die Beine stellen. Da kommt sicherlich zu Gute, dass junge Hamburger Dulsberg – hauptsächlich wegen der Mieten und der recht verkehrsgünstigen Lage – für sich entdecken. Es tut sich was!
Kultur bedeutet in Dulsberg nicht nur noch der Kulturhof, der sicherlich viele Aktionen mit anschiebt.
Der regelmäßige Poetry Slam wird zwar vom Kulturhof unterstützt, aber wurde seinerzeit von Florian Kahl angeleiert. Jemand, der freiberuflich Veranstaltungen organisiert hat.
Einen ähnlichen Ansatz gibt es beim Literaturquickie oder “My Time”. Hier haben Nachwuchs- und Hobbyautoren sowie erfahrene Schreiberlinge im Café Dulsberg 20 Minuten bzw. 8 Minuten Zeit, um ein eigenes Werk vorzutragen.
Und was hat das mit Dulsberg zu tun?
Sicherlich, der Film könnte teilweise auch in Dulsberg spielen, einem Stadtteil in einer Großstadt, der nicht unbedingt als hip gilt. Doch das wäre in diesem Fall zu weit gegriffen. Denn Blutzbrüdaz hat echten Dulsberg-Bezug. Durch den Regisseur.
Nach endlosen Problemen mit Alice und dessen Router hatte ich mich zum Anbieterwechsel entschieden und war bei Kabel Deutschland gelandet. Gute Bewertungen, tolle Qualität und ein starker Preis. Die Bestellung war schnell abgeschickt, der laufende Vertrag gekündigt und die Vorfreude, zwei Monate später wieder ungestört ins Internet zu kommen (und zu bleiben) war groß.
Bis eine Woche vor Vertragsbeginn, als mir Kabel Deutschland schriftlich mitteilte, dass man von meinem Vermieter keine Erlaubnis bekommen hätte, mich zu beliefern. Unglaublich eigentlich, dass wir in einem freien demokratischen Land nicht das Recht haben unseren Telefon- und DSL-Anbieter frei zu wählen.
“Die Menschen zieht es in die Stadt. Das Schließen von Baulücken ist ein großes Thema.”
Wurden in diesem Jahr 700 Wohnungen in Hamburg aufgewertet, sollen 2012 gleich 1.500 Wohnungen renoviert werden. Gerade im Osten Hamburgs sieht die Wohnungsgesellschaft großes neues Potenzial. Allerdings besteht dadurch die Gefahr, dass die Mieten in den Stadtteilen auch steigen werden. Die Frage ist, wie hoch. Denn durch gesteigerten Komfort kann die SAGA durchaus mehr Geld verlangen. Das ist normal. Halten sich die Erhöhungen im Rahmen, sehe ich kein Problem darin. Denn gerade durch eine bessere Dämmung lassen sich Heizkosten sparen.
Wie haben sich die Kulturangebote und Besucherprofile im Kulturhof entwickelt? Haben die Anwohner Ideen und Wünsche für neue Angebote? Wie können Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen bei Projekten und Veranstaltungen zusammen kommen und etwas gemeinsam machen?
Fragen, die wichtig für einen kulturellen Stadtteil sind.
Damit auch für Dulsberg, wo sich besonders das Stadtteilbüro immer wieder positiv hervortut. Wie man hört, sind sie auch immer offen für neue Ideen. Florian Kahl mit seinem regelmäßigen Poetry Slam ist das beste Beispiel dafür.
Dabei legt man in Dulsberg großen Wert auf Kommunikation und Transparenz. Auf dem 4. Dulsberger Kulturratschlag sollen über kommende Aktionen im Stadtteil diskutiert werden. Ganz nach dem Motto „Gemeinsam für Kultur im Stadtteil“.
Gerade durch Zufall gesehen. Ab 14:00 Uhr (also jetzt
) findet vor dulsART ein kleiner, sympathischer Flohmarkt statt. Ich denke mal mit kleinen kulturnahen Sachen. Einfach mal stöbern.
Da ich bei dem Wetter ohnehin ja jedem empfehle rauszugehen und die Sonne zu genießen, könnt ihr euren Samstagsspaziergang mit einem Flohmarktbesuch verbinden. Geht hin, die Organisatoren dürften sich freuen.

