Kinderarmut in Dulsberg
Man kann es ja vermuten, wenn man in Dulsberg wohnt. Aber dass es so krass ist, hätte auch ich nicht gedacht.
In unserem Viertel lebt jedes zweite Kind (!!!) bis sechs Jahre von staatlicher Unterstützung. Die Kinderquote bei Sozialleistungen beträgt 54,4 Prozent. Die Zahlen sind zwar von 2008, aber die aktuellsten, die verfügbar sind. Damit geht es Kleinkindern in Dulsberg im gesamten Hamburger Bereich am Schlechtesten. Sogar in Wilhelmsburg, Billstedt und Veddel sind die Zahlen (wenn auch nur geringfügig) besser.
Das ist umso überraschender, da Hamburg sogar unter dem Bundesdurchschnitt bleibt.
Was bedeutet das für Dulsberg?
Keine Ahnung. Noch immer hat der Stadtteil eine enorme Dichte an sozialen Einrichtungen. Vielleicht auch deswegen. Aber es muss einfach langsam ein Ruck einsetzen. Die Tendenz ist ja schon ersichtlich, indem immer mehr junge Einwohner nach Dulsberg gelockt werden. Nur fehlt in Dulsberg noch ein breiteres Angebot an Shops, Cafés und Restaurants. Dulsberg muss es gelingen im Schatten des Quarees ein lebendiges Viertel zu werden, dass neben kulturellen Einrichtungen auch eine aktive Szene aufbaut.
Denn dadurch bietet sich die Chance, dass die Bewohner Dulsbergs neue Jobs finden. Das kommt den Kindern am Ende nur zu Gute!
http://www.welt.de/die-welt/vermischtes/hamburg/article6567483/Jedes-vierte-Kind-lebt-von-staatlicher-Hilfe.html

Dann packen wir es doch an!Ich bin dabei.Wer macht mit?
Toll das es diesen Blog gibt!Wer steckt dahinter?
Gruß vom Dulsberg