Bürgerschaftswahl in Dulsberg

Gestern fand in Hamburg die Bürgerschaftswahl 2011 statt. Olaf Scholz von der SPD feierte die absolute Mehrheit seiner Partei und ist neuer Bürgermeister der Hansestadt.

Ich habe mich mal ein wenig durch die Wahlergebnisse gewühlt und die Resultate aus Dulsberg ausgearbeitet. Ich übernehme natürlich keine Gewähr und kann nicht versichern, dass ich ggf. ein Wahllokal übersehen habe. Aber im Großen und Ganzen, bilden die folgenden Zahlen das Wahlergebnis aus Hamburg-Dulsberg ab.

Wahlbeteiligung: 31,3 Prozent (3.658 Wähler von 11.673 Wahlberechtigten)

CDU 2.364 Stimmen = 13,3 Prozent
SPD 9.121 Stimmen = 51,4 Prozent
GAL 2.030 Stimmen = 11,4 Prozent
Linke 2.026 Stimmen = 11,4 Prozent
FDP 642 Stimmen = 3,6 Prozent
Piraten 718 Stimmen = 4,0 Prozent
Partei 212 Stimmen = 1,3 Prozent
Rentner 111 Stimmen = 0,6 Prozent
Sonstige 525 Stimmen = 3,0 Prozent

Im Vergleich zum Wahlkreis Barmbek-Uhlenhorst-Dulsberg (54,2 Prozent) und Gesamt-Hamburg (57) lag die Wahlbeteiligung in unserem Stadtteil deutlich unter dem Schnitt.

In Dulsberg erhielt die CDU noch deutlich weniger Stimmen, als in der Hansestadt (21,3) und dem Wahlkreis (17,7). Diese Stimmen finden sich besonders bei der SPD bemerkbar, die über die Hälfte aller Dulsberger Wähler überzeugte.

Ein wenig überraschend das Ergebnis der Linken, die in Dulsberg (fast) gleichaus mit den Grünen/GAL sind und auf beachtliche 11,4 Prozent kommen. In Hamburg kam die Partei nur auf 6,2 Prozent (im Wahlkreis auf 7,2), während die Grünen 11,9 Prozent erreichten. In Dulsberg hätte die FDP (im Gegensatz zum Wahlkreis 5,6 und Gesamthamburg 6,7) die Fünfprozenthürde nicht geknackt.

Die Gelben wurden im Stadtteil gar von der Piratenpartei überholt, die starke 4,0 Prozent auf sich vereinigte. Die Piraten hatten in Hamburg mit 2,2 Prozent ein beachtliches Ergebnis erzielt. So viele Wählerstimmen, wie in Dulsberg erzielte die Partei in anderen Stadtteilen nur kaum. Lediglich im Wahlkreis Hamburg-Mitte (4,1%) waren die Piraten noch erfolgreicher.

Auch in Dulsberg hätte Olaf Scholz die Wahl deutlich gewonnen. Sogar noch deutlicher, als in der gesamten Hansestadt. Besonders, weil hinter der SPD die CDU noch extremer abrutschte und fast gleichauf mit GAL und Linke lag. Bei der nächsten Wahl dürfte man sich nur wünschen, noch mehr Dulsberger zum Wählen zu animineren.

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