Deutsch-Türkischer Unterricht in Dulsberg

Ein Stadtteil mit hohem Ausländeranteil und einer hohen Quote an Einwohnern mit Migrationshintergrund muss nicht immer zwingend ein Problemstadtteil sein. Diese Grundlagen können auch eine Chance darstellen. Die Möglichkeit zu beweisen, dass ein friedliches Miteinander möglich ist und die Chance, dass man gegenseitig voneinander lernt. Das klappt am Besten bereits im Kindesalter.

Denn gerade Kinder gehen noch unbefangener an neue Aufgaben heran und haben sich noch nicht so viele Vorurteile gebildet. Wenn man ihnen frühzeitig an eine neue Kultur näherbringt, kann es sich positiv auf die weitere Entwicklung auswirken.

Wie gut das funktioniert, beweisen zwölf Unterrichtsstunden pro Woche in der Lämmersieth-Schule. Dort werden Gruppen ab der ersten Klasse zweisprachig unterrichtet. Ein deutscher und ein türkischer Lehrer stehen den Schülern dann zur Verfügung. Dabei werden jeweils die anderen Sprachen gelehrt und gleichzeitig kulturelle Aspekte erklärt.

Die Lämmersieth-Schule ist damit eine von nur zwei Hamburger Volkschulen mit deutsch-türkischen Klassen. Die zweite Schule ist die Heinrich-Wolgast Schule in St. Georg. Bereits seit 2003 erfolgt der bilinguale Unterricht in Hamburg. Dass dabei die Qualität nicht abfallen muss, beweisen regelmäßige Lesetests, in denen die Dulsberger Schüler im deutschen Durchschnitt bleiben.

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