In Dulsberg entsteht das Mekka des Schwimmsports

Lange schienen die Plänen zu ruhen, jetzt werden recht zügig die Bagger anreisen in Dulsberg. Dann geht es der Schwimmhalle an den Kragen. Im Sportpark Dulsberg wird der dritte Bauabschnitt in Angriff genommen. Fünf fünf Millionen Euro entsteht dort die neue Schwimm-Trainingshalle. Gestern wurden die Pläne vorgestellt.

Der Olympiastützpunkt Hamburg/Schleswig-Holstein soll dann zum Aushängeschild der Sportstadt Hamburg und zum “Mekka des Schwimmsports” werden. Denn die 1969 errichtete Halle erhält nicht nur einen neuen Anstrich.

Aber auch! Es war längst überfällig, dass das hässliche, fast herunter gekommene Gebäude renoviert wird. Es ist verwuchert und beschmiert. Demnächst soll es im neuen Glanz erstrahlen. Die große Glasfassade bleibt jedoch erhalten!

Fünf Millionen Euro werden in die neue Schwimmstätte investiert. 70 Prozent der Kosten trägt die Stadt, die restlichen 30 Prozent kommen vom Bund.

Ein Kaltwasserbecken (Temperatur: neun Grad Celsius) und ein Whirlpool (35 Grad) werden im neu zu errichtenden Gebäude integriert. Zudem erhalten Sportler einen Massage- und Trainingsraum. Ein moderner Dusch- und Umkleidetrakt wird errichtet. Sportmedizinische Behandlungen können damit direkt im Gebäude durchgeführt werden. Ein modernes Videoanalysesystem und einer Zeitmessanlage werden direkt mit eingebaut. Der Hamburger Schwimmverband wird neue Büros erhalten und nach Dulsberg ziehen. Damit entsteht das modernste Trainings- und Diagnosezentrum des Schwimmsports.

Das alte Becken bleibt jedoch erhalten.

“Das Becken ist aus Edelstahl und in den vergangenen Jahren so gut poliert und gepflegt worden, dass es jetzt noch fast wie neu ist”, sagt Klauspeter Schelm, der Geschäftsführer der Bäderland Hamburg GmbH, die als Grundstückseigner die Rolle des Projektsteuerers übernommen hat.

Bereits im Oktober sollen die Arbeiten an den beiden Gebäuden abgeschlossen sein und den Schwimmern perfekte Trainingsbedingungen schaffen. Die Brüder Steffen und Markus Deibler wird damit eine optimale Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2012 gewährleistet.

Große Veranstaltungen werden in der Schwimmhalle Dulsberg aber auch in Zukunft nicht ausgetragen. Tribünen werden nämlich nicht errichtet. Aus gutem Grund:

“Die Halle wird bewusst für Trainingszwecke gebaut. Sonst hätte es auch keine Bundesmittel gegeben”, sagt Ingrid Unkelbach.

Für Dulsberg ist der Bau aber ein wichtiger Schritt sich als Sportstandort in Hamburg weiter zu etablieren.

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