Insgesamt 70 Tandems wurden seit dem Projektstart mittlerweile gezählt. Aktuell sind 55 Tandems in Hamburg unterwegs. In Dulsberg sollen es bis Ende 2012 insgesamt 15 Tandems werden.
Doch was sind diese Tandems?
Bei der Bürgerstiftung können sich deutsche Muttersprachler bewerben, um ehrenamtlich Mentor zu werden. Nach einem “Eignungstest” kümmern sie sich erstmal für ein Jahr um ein türkischstämmiges Kind. Mit diesen sollen dann diverse Aktivitäten unternommen werden, um nicht nur die Sprache näher zu bringen, sondern auch die Integration zu beschleunigen. Dabei haben Tandems freie Wahl, was sie machen wollen.
Und was hat das mit Dulsberg zu tun?
Sicherlich, der Film könnte teilweise auch in Dulsberg spielen, einem Stadtteil in einer Großstadt, der nicht unbedingt als hip gilt. Doch das wäre in diesem Fall zu weit gegriffen. Denn Blutzbrüdaz hat echten Dulsberg-Bezug. Durch den Regisseur.
Im kleinen Hamburger Stadtteil ist die Zahl der Alleinerziehenden-Haushalte am Größten. Während im gesamten Hamburger Raum 30,5 Prozent aller Kinder mit nur einem Elternteil aufwachsen, liegt in Dulsberg der Wert bei deutlich über 40 Prozent.
47,7 Prozent beträgt der Anteil der Alleinerziehenden-Haushalte! Das sind fast 700 Haushalte mit Kind und nur einem Erziehungsberechtigten. Der Anteil der Haushalte mit Kindern liegt derweil unter dem Hamburger Durchschnitt. 1.453 Haushalte mit Kindern entspricht einen Anteil von 12,5 Prozent an allen Dulsberger Haushalten (Hamburger Durchschnitt: 17,5 %). Woran liegt das? Ziemlich sicher an den niedrigen Mieten, die immer mehr Studenten nach Dulsberg kommen lässt. Zudem ist die Zahl der alten Menschen nicht ganz gering. Mit Kindern zieht man auch nicht ohne Bedenken nach Dulsberg, wenn man hier nicht aufgewachsen ist. Also alles halb so wild.
Billige Mieten, rechte zentrale Lage, direkte Nähe zu Barmbek und Wandsbek, gute Verkehrsanbindung, etwas grün. Dulsberg ist eigentlich ideal für junge Menschen. Studenten und Auszubildende siedeln sich deshalb in dem kleinen Hamburger Stadtteil an. Vom Gefühl her steigt die Jugendquote sogar weiter an.
Was mich aber echt verwundert, dass es anscheinend auch schon 2009 so war:
WeiterlesenEtwa jeder dritte Dulsberger war 2009 zwischen 20 und 35 Jahre alt. Das sind zehn Prozent mehr als im Hamburger Schnitt.
Trotz zahlreicher Modernisierungen und Mieterhöhungen. Das Leben in Dulsberg ist noch verhältnismäßig billig. Im Durchschnitt bezahlen Hamburger für ihre Wohnung einen Quadratmeterpreis von 9,50 Euro. Das ergab die aktuelle Mietpreisberechnung von der ImmobilienScout24 Homepage.
Im Vergleich zum Jahr 2009 hat sich die Miete 2010 um 5% (ca. 50 Cent) erhöht. Deshalb schauen Wohnungssuchende verstärkt auch auf die aktuellen Mietpreise und kommen deshalb nach Dulsberg.
WeiterlesenDas Statistikamt Nord hat seine jährliche Untersuchung veröffentlicht. Darin aufgelistet: Die Armutsquoten der Hamburger Stadtteile. Diese ist im Vergleich zum Vorjahr zwar relativ konstant geblieben, aber in einigen Viertels noch immer Besorgnis erregend.
So auch in Dulsberg. 23,6 % aller Einwohner sind auf die Hilfe des Staates angewiesen. Jedes fünfte Kind bekommt Hilfe aus öffentlichen Kassen. Die Rangliste führt Dulsberg damit trotzdem nicht an. In Veddel ist der Anteil bei 31%. Ohnehin sind besonders die Stadtteile im Osten und Süden besonders von Armut betroffen. Hamburg-Mitte erzielt im Durchschnitt aller Bezirke mit 21,5 Prozent den unrühmlichen “Spitzenplatz”. Insgesamt beziehen 230.000 Einwohner Hamburgs Hartz 4 oder andere Sozialleistungen.
WeiterlesenIch glaube, es gibt wenige Bücher, die in Hamburg-Dulsberg spielen oder hier beheimatet sind. Umso überraschter und erfreuter war ich, als ich bei Freitag einige Zeilen über das Buch “Pussykiller” gelesen habe.
Denn der Autor Pavo Pejić ist im Stadtteil aufgewachsen und hat eine Geschichte geknüpft, die genau hier beheimatet ist. Dabei handelt es sich um einen schonungslosen Roman, der die kriminellen Seiten Dulsberg in den Vordergrund rückt. Er beschreibt eine Geschichte von vier Dulsbergern, die schnell mit Gewalt und Drogen in Kontakt kommen.
WeiterlesenDas Abendblatt hat heute eine Statistik veröffentlich, die sich mit dem Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund beschäftigt. Im Landesdurchschnitt haben 28% der Einwohner Wurzeln im Ausland.
Dulsberg liegt in dieser Statistik im ersten Drittel. 36% der Dulsberger besitzen einen Migrationshintergrund.
Verdeutlicht wird das alles in einer Statistik, die auf den Schätzungen des Statistischen Amtes für Hamburg und Schleswig-Holstein beruht.
WeiterlesenVor einigen Wochen hatte ich schon mal kurz auf Julia Starp hingewiesen. Wie sich nun im Interview herausstellte, arbeitet sie gar nicht in Dulsberg, sondern in Barmbek-Nord. Der Eilbek-Kanal trennt sie von unserem Stadtteil.
Letztes Wochenende hat die Saison für den DSC Hanseat begonnen. Da die Vogesenstraße doch nicht gesperrt wurde, konnte die Mannschaft wie geplant auf rotem Untergrund antreten und gewann gegen die zweite Mannschaft von TuS Berne souverän und verdient mit 3:0. Einige Fotos findet ihr in der Galerie.
Gestern gab es in der zweiten Runde des ODDSET-Pokal jedoch eine deutliche 0:3-Niederlage gegen Croatia.
WeiterlesenBeim Abendblatt habe ich gerade einen Artikel über Hamburger Designer gefunden, die sich Fair Trade auf ihre Fahnen geschrieben haben. Eine coole Geschichte und schönerweise befindet sich dort Julia Starp unter den genannten Personen.
Die Hamburgerin hat ein Atelier in Dulsberg.
Da ich für eine kleine Interviewreihe für Hamburg to go noch interessante Leute suche, werde ich mal versuchen mit ihr in Kontakt zu treten. Sobald ich ein Interview von ihr habe, verlinke ich hier natürlich auch.
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