Beim Abendblatt habe ich gerade einen Artikel über Hamburger Designer gefunden, die sich Fair Trade auf ihre Fahnen geschrieben haben. Eine coole Geschichte und schönerweise befindet sich dort Julia Starp unter den genannten Personen.
Die Hamburgerin hat ein Atelier in Dulsberg.
Da ich für eine kleine Interviewreihe für Hamburg to go noch interessante Leute suche, werde ich mal versuchen mit ihr in Kontakt zu treten. Sobald ich ein Interview von ihr habe, verlinke ich hier natürlich auch.
WeiterlesenIch habe einen schönen Artikel auf freihafen.org gefunden, in dem sich ein ehemalige Dulsberger an seine Zeit erinnert, die Gegenwart betrachtet und einen Blick in die Zukunft wirft.
Da sieht es jemand, wie ich. Dulsberg steht in einem schlechten Licht, obwohl es gar nicht so mies ist, hier zu leben. Sicherlich ist es kein Vorzeigestadtteil, aber durchaus ein kreativer und karitativer Ort.
Was fehlt ist halt eine lebendige Szene. Anfänge werden gemacht, aber es muss mehr kommen. Schon allein die Dithmarscher müsste viel besser genutzt werden und der Straßburger Platz sollte mehr erstrahlen. Mit neuen, vorzeigbaren Geschäften und Kneipen. Nicht nur Gammel, sondern auch mal etwas chic. Gerade im Frühling und Sommer vermisse ich in Dulsberg ein Café, wo man sich entspannt in die Sonne setzen kann und den Tag genießen. Mit einer schönen “Aussicht”.
Sicherlich, es muss passen. Dulsberg darf sich nicht verbiegen. Irgendwie lebt der Stadtteil sein Arbeiterimage. Aber etwas mehr Flair täte gut. Studenten und (Sport-)Internatsschüler sind der Anfang. Eine junge, kreative Masse wäre der nächste logische Schritt, der eine Welle lostreten kann.
Denn hey, die Mieten sind vergleichsweise günstig, die Lage ist großartig und die Historie spricht für sich!
WeiterlesenMan kann es ja vermuten, wenn man in Dulsberg wohnt. Aber dass es so krass ist, hätte auch ich nicht gedacht.
In unserem Viertel lebt jedes zweite Kind (!!!) bis sechs Jahre von staatlicher Unterstützung. Die Kinderquote bei Sozialleistungen beträgt 54,4 Prozent. Die Zahlen sind zwar von 2008, aber die aktuellsten, die verfügbar sind. Damit geht es Kleinkindern in Dulsberg im gesamten Hamburger Bereich am Schlechtesten. Sogar in Wilhelmsburg, Billstedt und Veddel sind die Zahlen (wenn auch nur geringfügig) besser.
Das ist umso überraschender, da Hamburg sogar unter dem Bundesdurchschnitt bleibt.
Was bedeutet das für Dulsberg?
Keine Ahnung. Noch immer hat der Stadtteil eine enorme Dichte an sozialen Einrichtungen. Vielleicht auch deswegen. Aber es muss einfach langsam ein Ruck einsetzen. Die Tendenz ist ja schon ersichtlich, indem immer mehr junge Einwohner nach Dulsberg gelockt werden. Nur fehlt in Dulsberg noch ein breiteres Angebot an Shops, Cafés und Restaurants. Dulsberg muss es gelingen im Schatten des Quarees ein lebendiges Viertel zu werden, dass neben kulturellen Einrichtungen auch eine aktive Szene aufbaut.
Denn dadurch bietet sich die Chance, dass die Bewohner Dulsbergs neue Jobs finden. Das kommt den Kindern am Ende nur zu Gute!
http://www.welt.de/die-welt/vermischtes/hamburg/article6567483/Jedes-vierte-Kind-lebt-von-staatlicher-Hilfe.html
Weiterlesen