So dunkel Deutschland Geschichte auch sein mag, dürfen wir niemals anfangen zu vergessen und zu verdrängen, um uns der historischen Last zu entledigen. Keiner (oder nur noch ganz wenige) von uns muss sich heutzutage noch für die menschenverachtende Zeit unter Adolf Hitler verantwortlich fühlen. Wir konnten es nicht ändern, aber müssen daran arbeiten, dass wir so eine Zeit nicht mehr zulassen.
Am Besten helfen gerade bei jungen Menschen noch Zeitzeugenberichte. Also Personen, die dabei gewesen waren, das Leid gesehen haben und ungefiltert berichten können, wie es war. So lange es noch Zeitzeugen gibt, die die Erinnerung wach halten.
Das Auschwitz-Komitee wird aus diesem Anlass auch 2012 wieder eine Woche des Gedenkens durchführen und dabei erneut Station in Dulsberg machen. Am 17. Februar 2012 findet um 18:00 im Kulturhof ein Zeitzeugengespräch mit dem Wehrmachtsdeserteur Ludwig Baumann statt.
Vor Monaten hatte ich schon einmal über einen Rundgang durch Dulsberg berichtet, bei dem Luftschutzbunker in unserem Stadtteil aufgesucht werden, um ein wenig in die Kriegsgeschichte von Hamburg-Dulsberg einzutauchen.
Die Veranstaltung “Überlebensstrategien – Luftschutz auf dem Dulsberg” konnte damals noch nicht fest terminiert werden, da der Bunker in der Nebendahlstraße verkauft werden sollte.
Nun ist das Schicksal leider Gewissheit geworden. In den nächsten vier Wochen wird der Bunker vollständig geräumt. Ein Besuch ist damit leider nicht mehr möglich. Der Zutritt wurde leider verweigert, der Rundgang findet damit nicht statt.
WeiterlesenMan lernt ja immer wieder etwas hinzu.
Wer sich in Hamburg ein wenig auskennt, auch mal zu Fuß unterwegs ist und die Augen offen hält, der stolpert immer wieder durch Betonklötze, die meterhoch in den Himmel schießen und irgendwie nicht richtig ins Stadtbild passen. Sie sind Zeitzeugen. Manche habe darin gar schon ihre neue Wohnung unter gebracht. Meistens stehen sie leer oder sind Proberäume für Bands.
Luftschutzbunker gehören zu Hamburg einfach dazu. Das riesige Bauwerk am Heiligengeistfeld ist dabei nur das Flagschiff. Fast noch Spannender finde ich die kleineren Bauten, die sich in den Vierteln finden.
Auch in Dulsberg. Anscheinend. Vielleicht (wahrscheinlich) nicht als typischer Bunker, sondern eher als unterirdischer Rückzugsort. Aber immerhin. Wer wusste das schon?
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