Jetzt hat es auch das Abendblatt erkannt, dass man Dulsberg nicht einfach links liegen lassen kann. Dulsberg ist sicherlich kein In-Viertel und wird es auch nicht werden. Trotzdem hat sich in den letzten Monaten und Jahren einiges getan. Wegen engagierter Einwohner, die etwas auf die Beine stellen. Da kommt sicherlich zu Gute, dass junge Hamburger Dulsberg – hauptsächlich wegen der Mieten und der recht verkehrsgünstigen Lage – für sich entdecken. Es tut sich was!
Kultur bedeutet in Dulsberg nicht nur noch der Kulturhof, der sicherlich viele Aktionen mit anschiebt.
Der regelmäßige Poetry Slam wird zwar vom Kulturhof unterstützt, aber wurde seinerzeit von Florian Kahl angeleiert. Jemand, der freiberuflich Veranstaltungen organisiert hat.
Einen ähnlichen Ansatz gibt es beim Literaturquickie oder “My Time”. Hier haben Nachwuchs- und Hobbyautoren sowie erfahrene Schreiberlinge im Café Dulsberg 20 Minuten bzw. 8 Minuten Zeit, um ein eigenes Werk vorzutragen.
Und was hat das mit Dulsberg zu tun?
Sicherlich, der Film könnte teilweise auch in Dulsberg spielen, einem Stadtteil in einer Großstadt, der nicht unbedingt als hip gilt. Doch das wäre in diesem Fall zu weit gegriffen. Denn Blutzbrüdaz hat echten Dulsberg-Bezug. Durch den Regisseur.
Wie haben sich die Kulturangebote und Besucherprofile im Kulturhof entwickelt? Haben die Anwohner Ideen und Wünsche für neue Angebote? Wie können Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen bei Projekten und Veranstaltungen zusammen kommen und etwas gemeinsam machen?
Fragen, die wichtig für einen kulturellen Stadtteil sind.
Damit auch für Dulsberg, wo sich besonders das Stadtteilbüro immer wieder positiv hervortut. Wie man hört, sind sie auch immer offen für neue Ideen. Florian Kahl mit seinem regelmäßigen Poetry Slam ist das beste Beispiel dafür.
Dabei legt man in Dulsberg großen Wert auf Kommunikation und Transparenz. Auf dem 4. Dulsberger Kulturratschlag sollen über kommende Aktionen im Stadtteil diskutiert werden. Ganz nach dem Motto „Gemeinsam für Kultur im Stadtteil“.
Im kleinen Hamburger Stadtteil ist die Zahl der Alleinerziehenden-Haushalte am Größten. Während im gesamten Hamburger Raum 30,5 Prozent aller Kinder mit nur einem Elternteil aufwachsen, liegt in Dulsberg der Wert bei deutlich über 40 Prozent.
47,7 Prozent beträgt der Anteil der Alleinerziehenden-Haushalte! Das sind fast 700 Haushalte mit Kind und nur einem Erziehungsberechtigten. Der Anteil der Haushalte mit Kindern liegt derweil unter dem Hamburger Durchschnitt. 1.453 Haushalte mit Kindern entspricht einen Anteil von 12,5 Prozent an allen Dulsberger Haushalten (Hamburger Durchschnitt: 17,5 %). Woran liegt das? Ziemlich sicher an den niedrigen Mieten, die immer mehr Studenten nach Dulsberg kommen lässt. Zudem ist die Zahl der alten Menschen nicht ganz gering. Mit Kindern zieht man auch nicht ohne Bedenken nach Dulsberg, wenn man hier nicht aufgewachsen ist. Also alles halb so wild.
Das StadtRad ist in Hamburg eine echte Erfolgsgeschichte. Tausende Einwohner haben den Service in den letzten Monaten genutzt. Wer in der Hansestadt unterwegs ist, kommt immer wieder an den Stationen vorbei oder sieht die roten Flitzer an der Ampel.
Nur der Osten Hamburgs wurde bisher vernachlässigt. Wer sich die Karte anschaut, der sieht eine extreme Ballung der StadtRad-Stationen im Innenstadtbereich und den angrenzenden Vierteln.Rund um die Alster finden sich genügend Möglichkeiten ein Rad auszuleihen. Gen Westen zu den “In-Vierteln” Altona, Schanze und Eimsbüttel ist das StadtRad bereits kräftig expandiert. Selbst in Veddel findet sich bereits eine Station. Nur der Hamburger Osten ist verwaist.
Bei Eilbek und Barmbek Süd hört es auf mit der Anbindung. Das könnte sich demnächst ändern. Denn die Stadt hat eine weitere Ausdehnung angekündigt. Noch in diesem Jahr sollen 65 weitere Stationen errichtet werden. Das entspricht einer Verdopplung (naja fast) der bisherigen Ausleihmöglichkeiten.
WeiterlesenManchmal lohnt es sich, ein wenig bei Amazon zu stöbern. Da stolpert man auch über Schätze, die man bisher nicht kannte. Da ich noch nicht allzu lange hier im Stadtteil wohne, hatte ich die Entstehung vom “Dulsbergbuch” nicht mitbekommen.
1998 war das, als das Werk aus einer tollen Aktion heraus entstanden war. Der Schulverein der Gesamtschule Alter Teichweg hatte die Idee eine Ausstellung rund um den Stadtteil zu organisieren. Zudem sollte ein Buchprojekt verwirklicht werden. Zuvor hatten die beiden Fotodesigner Stefan Kiess und Thomas Lemnitzer ihre Fotografien vorgelegt und ihre Mithilfe angeboten.
So wurde “So gesehen: Dulsberg. Seine Menschen, seine Gebäude“ geboren. Es sollte die Veränderung des Arbeiterviertels und die Entstehung neuer sozialer Einrichtungen dokumentieren.
Nach der Generalabsage in der letzten Woche soll es heute für den DSC Hanseat wieder losgehen. Mit einem Heimspiel starten die Fußballer ins Jahr 2011. Mit einer guten Ausgangsposition. Nach einer tollen Hinserie liegt die Mannschaft in der Kreisklasse 7 auf Platz vier. Zum Auftakt kommt es auch direkt zu einem Spitzenduell. Heute um 15:00 empfängt die Mannschaft Ahrensburg.
Die Ahrensburger liegen in der Tabelle direkt vor dem DSC. Ein Sieg heute und Hanseat rückt auf Position drei vor. Hat im Vergleich zum Gegner sogar eine Partie weniger. Viel weiter nach oben dürfte es in der Liga bei aktuell zwölf bzw. dreizehn Zählern Rückstand wohl nicht mehr gehen. Doch für die Dulsberger geht es darum die gute Ausgangsposition auch in der Rückserie zu bestätigen.
WeiterlesenGestern fand in Hamburg die Bürgerschaftswahl 2011 statt. Olaf Scholz von der SPD feierte die absolute Mehrheit seiner Partei und ist neuer Bürgermeister der Hansestadt.
Ich habe mich mal ein wenig durch die Wahlergebnisse gewühlt und die Resultate aus Dulsberg ausgearbeitet. Ich übernehme natürlich keine Gewähr und kann nicht versichern, dass ich ggf. ein Wahllokal übersehen habe. Aber im Großen und Ganzen, bilden die folgenden Zahlen das Wahlergebnis aus Hamburg-Dulsberg ab.
WeiterlesenDie Hamburger Morgenpost hat in Kooperation mit der PSD Bank in den letzten Wochen nach gemeinnützigen Einrichtungen in Hamburg Ausschau gehalten und diese bewertet. Ziel war es, diese gezielt zu fördern und mit dem Stadtteilpreis auszuzeichnen. Insgesamt 100.000 Euro wurden dafür zur Verfügung zu stellen, um die wichtigen Aktionen in der Hansestadt zu unterstützen und am Leben zu halten.
15 Einrichtungen wurden nun ausgezeichnet. Mit dabei auch eine Dulsberger Einrichtung. Der Verein “Frauenhand-Werkstatt” zählt zu den Gewinnern. Als “Preis” sponsorten Mopo und PSD eine neue Kreissäge im Wert von 6.500 Euro.
Weiterlesen